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HANDEL

Sind innerstädtische Handelszonen in Schwierigkeiten?

Innerstädtische Handelszonen mit einer Leerstandsquote von bis zu 25 Prozent und mehr sind keine Seltenheit. Aktuell sind etwa Wiener Neustadt, Villach, St. Veit an der Glan, Liezen, Bruck an der Leitha in einer schwierigen Lage. Laut RegioPlan haben nur die allerbesten Einkaufsstraßen und Stadtzentren keine Probleme. Doch woran liegt das?

Seit fünf Jahren geht - ausgenommen im LEH und DFH - die Verkaufsfläche um jährlich zwei Prozent zurück. Das Internet spielt dabei eine große Rolle: 13 Prozent der Konsumausgaben der Österreicher werden online ausgegeben. Das drückt auf die Kundenfrequenz: vier bis sechs Prozent sinkende Passantenfrequenz in den Stadtkernen und innerstädtischen Handelszonen pro Jahr. Das wiederum wirkt sich auf den Umsatz und dementsprechend auf die Leerstände aus. Auch steigende Touristenfrequenzen können die Lücken nicht füllen. DI Wolfgang Richter, RegioPlan Geschäftsführer: „Die Kunden müssen nicht mehr in die Innerstädtischen Handelszonen kommen. Durch Internet und periphere Einkaufszentren haben sie längst andere Optionen. Die verantwortlichen Planer, Politiker, aber auch Geschäftsleute und Investoren müssen nun lernen, was sie den Kunden bieten können, sodass sie kommen wollen. Der Tourismus hat es vorgezeigt: Es wird künftig darum gehen, die Menschen nicht als Umsatzspender und Steuerzahler, sondern als Gäste zu betrachten.“

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